ARBEITEN
MATTHIAS BAUSCH
THOMAS JUDISCH
MARTEN KIRBACH
TOBIAS KÖBSCH
EKKEHARD TISCHENDORF
6.3.—18.4.2026
Eröffnung: Freitag, den 6.3.2026, 18 Uhr

Matthias Bausch (*1978) studierte an der Kunstakademie München und an der HfBK Dresden. 2008 beendete er sein Meisterschülerstudium bei Christian Sery. Bauschs gegenständliche Malereien verweisen auf symbolische Art und Weise, auf eine Fragilität Menschen gemachter Systeme und Ordnungsstrukturen. In der Reduktion und Umformung äusserer Realität, entstehen neue Bildwelten, die es zu erkunden gilt.
Thomas Judisch studierte zwischen zwischen 2004—2009 Bildhauerei und Raumkonzeption an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und absolvierte 2011 ein Meisterschülerstudium bei Eberhard Bosslet an Hochschule für Bildende Künste Dresden. Judisch fokussiert unseren Blick auf die kleinen beiläufigen Dinge des Alltags, die sich mithilfe von bildhauerischen Ausdrucksformen und Materialverschiebungen meist durch Objekte, Grafiken und Interventionen situativ manifestieren. Mit einer spielerischen Leichtigkeit reagiert er auf den öffentlichen und musealen Raum durch präzise Setzungen, die hintersinnig zum Schmunzeln anregen und die eigene Realität fragwürdig erscheinen lassen. Zahlreiche Gruppenausstellungen u.a. in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Japan und den USA. Einzelausstellungen realisierte er 2016 im Museum Kunst der Westküste, in der Antikensammlung, Kunsthalle zu Kiel und der Abgusssammlung der SMB und FU, Berlin, 2018 im Schloss Eutin, 2022 im Marburger Kunstverein und 2025 im Museum Eckernförde.
Marten Kirbach (*1979) studierte von 2000—2006 an der HfBK Dresden im Fachbereich Malerei/ Grafik bei Elke Hopfe, Siegfried Klotz, Günther Hornig und Ralf Kerbach. 2008 beendete er sein Meisterschülerstudium bei Prof. Ralf Kerbach. Er lebt und arbeitet in Dresden.
Auf überwiegend kleinen Formaten entstehen abstrakte Bildwelten oft über lange Zeiträume in einem Prozess zwischen Planung und spontaner Umgestaltung durch vielfache Übermalungen und Lasuren. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Befragung der Malerei und ihrer Mittel selbst. Wesentlich ist die Untersuchung des Bildraumes mittels Farbe, Licht und Form durch Reduktion und geometrische Vereinfachung. Es ist ein Spiel mit Räumen und Ebenen, mit Irritationen und Verschiebungen die sich immer wieder an der Zweidimensionalität der Bildfläche brechen. Der Einfluss digitaler Bilder, von Technik und Design findet dabei seinen ästhetischen Niederschlag. Alles Abbildhafte oder Erzählerische wird bewusst vermieden. Doch auch wenn gegenüber der Natur und ihren Erscheinungen eine Distanz gewahrt wird, öffnet sich immer wieder ein Spannungsfeld, das Assoziationen und Rückschlüsse an die Natur ermöglicht. So ergeben sich Anklänge an Landschaft, Figur oder Interieur.
Tobias Köbsch (*1977) studierte von 1999—2006 Malerei und Grafik an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein/Halle bei Prof. Thomas Rug und Prof.Ute Pleuger. 2005 Studium der Malerei an der Academia Nacional de Bellas Artes, La Paz/ Bolivien. Er lebt und arbeitet in Dresden. 2021 Denkzeit Stipendium, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen; 2018 SHRED D’ ART Award; 2008 Graduiertenstipendium des Landes Sachsen-Anhalt; 2007 Katalogförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen; 2005 Auslandsstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes für La Paz, Bolivien; 2004 1. Preis Saar Ferngas Förderpreis für Junge Kunst
2003 Studienstiftung des Deutschen Volkes.
Ekkehard Tischendorf (*1976) studierte von 1998 bis 2003 Malerei/Bildende Kunst an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. Seine Arbeiten beschreiben eine intensive Auseinandersetzung mit Farbe, Form und Bildraum. Der BildauXau wird dabei stark über das Kolorit gewählt und seine Werke bewegen sich häufig im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstrak[on. Das ermöglicht eine offene wie persönliche Wahrnehmung des Betrachters und der Betrachterin. In seiner bildkünstlerischen Arbeitsweise spielt der Prozess eine zentrale Rolle, wobei Schichtung, Übermalung und spontane Eingriffe sichtbar bleiben. Oa sind Direktheit und Spontanität ergebnisführend und der Maler nutzt malerische Mibel bewusst experimentell, ohne den kompositorischen Zusammenhalt aus dem Blick zu verlieren. So entstehen Bildwelten, die weniger eine eindeu[ge Aussage treffen, als vielmehr Denk-und Erfahrungsräume zulassen. Ekkehard Tischendorf lebt und arbeitet freischaffend in Dresden und Wien.